Open Data Infrastruktur Schleswig-Holstein (ODI)¶
Willkommen in der zentralen technischen Dokumentation der Open Data Infrastruktur Schleswig-Holstein – kurz ODI bzw. Open Data SH. Über diese Plattform stellen Behörden, Kommunen und Entwickler in Schleswig-Holstein offene Daten standardisiert bereit, sichern deren Qualität und rufen sie programmatisch ab. Die folgenden Seiten beschreiben die Technik dahinter – von der Architektur über die APIs bis zu den Metadaten-Standards.
Inhalt dieser Dokumentation¶
- Getting Started – Einstieg in die Nutzung der ODI: technische Voraussetzungen, Deployment und Authentifizierung/Autorisierung.
- API Guides – Schritt-für-Schritt-Anleitungen für den programmatischen Zugriff: Token abrufen, Datensätze hochladen, aktualisieren und fortführen.
- Architektur – Technische Hintergründe: Zielbild der Architektur, Metadatenmodell und API-Referenz.
Die sechs funktionalen Kernmodule¶
Die Infrastruktur ist in die folgenden sechs funktionalen Kernmodule unterteilt:
Gesamtüberblick: Zielarchitektur
Wie diese Module im Zusammenspiel die ODI bilden – von der Annahme über Verarbeitung bis zur Bereitstellung – zeigt das Zielbild der Architektur.
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Schema Repository – Maschinenlesbare Datenstrukturen: Die zentrale, versionierte Ablage zur strukturellen Beschreibung von Datensätzen. Auf Basis der Frictionless Data Specification werden hier Metainformationen wie Trennzeichen, Datentypen, Maßeinheiten und Koordinatensysteme standardisiert definiert (https://schema.odi.schleswig-holstein.de/schemas).
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Staging – Qualitätssicherung & Veröffentlichung: Die Anwendung, in der Daten automatisierten Qualitätsprüfungen unterzogen, von Fehlern bereinigt, in semantische Daten konvertiert und anschließend veröffentlicht werden können. Optional werden aus CSV-Daten enthaltene Geodaten extrahiert und ebenfalls in gängigen Geo-Formaten (z. B. GeoJSON, WMS, WFS) veröffentlicht (https://schema.odi.schleswig-holstein.de/file-upload).
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Geodata – Visualisierung von Geodaten: Dieses Modul stellt Dienste zur Bereitstellung und Visualisierung von Geodaten bereit (https://map.odi.schleswig-holstein.de/#).
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Semantic Data – Das vernetzte Wissen (Linked Open Data): Die höchste Stufe der Datenoffenheit. Hier werden Dateninhalte und Metadaten in einen Triple Store überführt. Aus klassischen CSV-Dateien und deren Schema-Beschreibungen werden hier vollautomatisch semantische Verknüpfungen (RDF) generiert, die über einen SPARQL-Endpunkt abfragbar sind (https://sparql.odi.schleswig-holstein.de/).
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Visualization – Daten für alle sichtbar machen: Die Visualization-Komponenten übersetzen komplexe Datenströme in Diagramme und Karten, die per Widget nahtlos und barrierefrei in kommunale Webseiten integriert werden können (https://visualization.odi.schleswig-holstein.de/).
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Dynamic Data – Echtzeitnahe Datenströme: Modul zur effizienten Bereitstellung und Übertragung von dynamischen Daten (z. B. IoT-Sensoren oder Parkplatzbelegungen) über moderne Standards wie die SensorThings API (Frost) bei denen nur veränderte Einzelwerte statt historischer Gesamttabellen übertragen werden (https://sensor.odi.schleswig-holstein.de/).
Entstehungskontext und strategische Ziele¶
Die Open Data Infrastruktur (ODI) ist das Ergebnis einer strategischen Neuausrichtung der Datenpolitik in Schleswig-Holstein. Sie löst historisch gewachsene, proprietäre Datensilos ab und etabliert einen standardisierten, ebenenübergreifenden Datenaustausch zwischen Kommunen und dem Land.
Historie und konzeptionelles Fundament¶
Die Architektur und die hier dokumentierte Zielstruktur basieren auf den Entwicklungen der Leitstelle Open Data (Staatskanzlei SH). Die technische Ausrichtung der aktuellen Module wurde durch Jesper Zedlitz auf den Linux Presentation Days (Kielux) am 14. September 2023 vorgestellt.
📺 Videohinweis: Die detaillierte Herleitung der Architektur sowie der Ausblick 2023 auf die Infrastruktur-Komponenten sind im Vortrag Open-Data in SH: Aktueller Stand und Ausblick dokumentiert.
Kernziele der Infrastruktur¶
Mit dem Aufbau der ODI verfolgt Schleswig-Holstein vier zentrale strategische Absichten zur Stärkung der Transparenz und der digitalen Souveränität:
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Digitale Souveränität sichern: Durch den konsequenten Einsatz von Open-Source-Software behält die öffentliche Verwaltung die vollständige Kontrolle über den Quellcode. Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern (Vendor Lock-in) und damit verbundene Lizenzkosten werden gezielt vermieden.
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Datenqualität und Governance etablieren: Kein Datensatz geht ungeprüft online. Die automatisierten Prüfungen vor der Veröffentlichung schaffen verlässliche Qualität – und damit Vertrauen bei Zivilgesellschaft und Wirtschaft.
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Interoperabilität maximieren: Einheitlich beschriebene Datenstrukturen und semantische Verknüpfungen machen aus isolierten Tabellen maschinenlesbare Wissensnetze. Das standardisiert Schnittstellen und senkt die Hürden für die automatisierte Nachnutzung erheblich.
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Datenzugang demokratisieren: Offene Daten sollen ohne technische Barrieren nutzbar sein – nicht nur für Fachleute mit API-Kenntnissen, sondern auch für alle, die Daten einfach nur ansehen und verstehen wollen.